Beliebtes und gut besuchtes Freizeitzentrum in Sörnewitz erhalten oder schleifen und einen neuen Standort für Eigenheime schaffen

Beliebtes und gut besuchtes Freizeitzentrum in Sörnewitz erhalten oder schleifen und einen neuen Standort für Eigenheime schaffen?

Darauf gibt es eine eindeutige Antwort – besser Beides!Kurz zum Verständnis für alle, die mit dieser Problematik nicht so vertraut sind und mit diesem Schreiben die Möglichkeit erhalten sollen, sich ein eigenes Bild von unserem „Kampf“ zu schaffen.Im Jahr 2012 wurde die Stadtverwaltung von unserer Fraktion CBB – diese besteht aus allen Stadträten der CBL, einem Stadtrat der Grünen und einem Stadtrat der SPD aufgefordert, Wohnbaustandorte in Coswig incl. seiner Ortsteile zu suchen, damit Bauwillige nicht nur in unserer Nachbargemeinde Weinböhla bauen können, sondern auch in unserem schönen Coswig die Möglichkeit dazu erhalten.Danach wurden uns Flächen vorgestellt, von denen einige realistisch waren und andere wiederum gleich aus verschiedensten Gründen verworfen wurden.

Am 18.04.2013 wurde uns erstmalig im Stadtentwicklungsausschuss (SWA) eine Vorlage vorgelegt, die den Bebauungsplan Schulweg Sörnewitz zum Inhalt hatte. Dieser Plan sieht vor, die erst im Juni 2002 eröffnete Freizeitanlage Sörnewitz abzureisen und in Bauland für 6 Eigenheime zu wandeln. Die angrenzende Fläche – darauf steht der alte Dorfkonsum, der bis vor kurzem noch als Ausweichstätte für Kitas genutzt wurde – soll ebenfalls als Standort für 2 weitere Eigenheime dienen. Alle diese Flächen sind Eigentum der Kommune.Um ein solches Bebauungskonzept verwirklichen zu können, wurden ebenfalls weitere 5 Standorte für Häuser auf privatem Gelände dazu geplant.Ein seit Jahren geforderter großer Parkplatz für den „Handwerkerhof“ in Sörnewitz steht bei diesem Projekt auch immer wieder mit zur Disposition.

Der Rückbau der Freizeitanlage, die in einem sehr guten Zustand ist, am verkehrssicheren Schulweg (nur Anliegerstraße von z. Z. 3 Häusern) liegt, mit einem Gitterzaun sicher eingezäunt ist, Schallschutzhecke zur Wohnbebauung hat, große Bäume, die den Sitzgelegenheiten als Schattenspender dienen und der Platz an sich, der eine große asphaltierte Skater- Roller- oder Fahrradbahn enthält, mehrere Tischtennisplatten, eine extra mit hohen Banden versehene Ballspielanlage , einen fest installierten Grillplatz und eine Minigolfanlage sowie Rasenflächen besitzt, konnte von mir so nicht mitgetragen werden. Ich bin Einwohnerin von Sörnewitz und sehe wie gut die Anlage von vielen Einwohnern und auch Ortsfremden oft und gern genutzt wird.Diesen Sachverhalt habe ich meinen anderen Fraktionskollegen in einem Vor-Ort-Termin erläutert und wir sind gemeinsam zu dem Entschluss gekommen, das Freizeitzentrum zu erhalten und eine Wohnbebauung in unmittelbarer Nähe als Alternative in Option zu nehmen.Diese Vorschläge wurden immer wieder gemacht. Leider fanden wir nur sehr wenig Mehrheit bei unseren anderen Stadtratskollegen, so dass es bis jetzt eine für alle brisante Situation ist.Eine extra öffentliche Erörterung wurde im Handwerkerhof durchgeführt. Etwa 70 Einwohner waren gekommen, um die Pläne zu sehen und darüber zu diskutieren. Bereits im Vorfeld waren auf meine Initiative hin über Herrn Axel Schmieder Unterschriften für den Erhalt des Freizeitzentrum gesammelt worden. Über 400 Befürworterstimmen konnten Herrn OB Neupold übergeben werden.Nach dem öffentlichen Erörterungstermin wurden Unterschriften weiter gesammelt. Mit dem Ziel der Untermauerung der Aussage vom Oberbürgermeister „Wenn weit über die Hälfte der Sörnewitzer diese Anlage erhalten will, bleibt alles so wie es ist“Und es sind viel mehr geworden, die den Erhalt wünschen. Auch haben sich die Einwohner Gedanken gemacht, wie man das Freizeitzentrum erhalten kann, den geforderten Parkplatz schaffen kann und trotzdem auch Wohnbaustandorte anbieten kann, damit sich eine Erschließung auch rechnet und alle weiteren Faktoren, wie Landschaftsschutzgebiet, Wassereinzugsgebiet, Erhalt von Biotopen usw. Rechnung getragen wird.Nun wünsche ich mir speziell und auch meine anderen Fraktionskollegen, dass die Verwaltung die Gedanken und Vorschläge der Bürger ernst nimmt, das eindeutige Votum durch die Unterschriften begreift und den Bebauungsplan nochmals prüft und eine neue Vorlage den Stadträten vorlegt, der mein bzw. unser eingangs geleistetes Statement bekräftigt:

Erhalt Freizeitzentrum Sörnewitz und Bau von Eigenheimen – unser schönes Dorf Sörnewitz ist es wert!

Marlies Förster

Stadträtin der Coswiger Bürgerliste-Freie Wähler

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