Konzert zum Neujahrsempfang des Oberbürgermeisters von Coswig

Konzert zum Neujahrsempfang des Oberbürgermeisters von Coswig

Einer langjährigen und guten Tradition folgend umrahmt der Coswiger Oberbürgermeister seinen Neujahrsempfang mit Neujahrsansprache ( SZ berichtete bereits ) mit einem Konzert der besonderen Klasse. Wer dieses Jahr eine der begehrten Eintrittskarten sein eigen nennen durfte, der wurde mit einem besonderen musikalischen Höhepunkt belohnt. Unter der Leitung von Wolfgang Hentrich spielten 53 junge Streicher im Alter von 11 bis 19 Jahren der Deutschen Streicherphilharmonie, das junge Spitzenensemble der Musikschulen aus ganz Deutschland. Wolfgang Hentrich ist den Coswigern durch eine Vielzahl von Konzerten in der Börse bekannt. Er ist erster Konzertmeister der Dresdner Philharmonie und Chefdirigent dieses Jugendensembles. Das Konzert wurde eröffnet mit der “Kleinen Nachmusik“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Vielen Musikfreunden auch bekannt als Streichquartett.

Nunmehr vorgetragen von 53 Streichern, was dem musikalisch Bekannten eine völlig neue Dimension gab. Danach folgte das Stück „Orawa“ für ein 15-stimmiges Streichorchester. Ein modernes Stück des polnischen Komponisten Wojciech Kilar. Wer bisher Vorbehalte gegen moderne Musik hatte, wurde eines Besseren belehrt. Das mit nur wenigen Tonreihen stark rhythmisch akzentuierte Musikstück wurde von den jungen Musikern mit einer Begeisterung vorgetragen, die sich sofort auf die Zuhörer übertrug. Der Beifall vor der Pause wollte nicht enden. Nach der Pause folgte die Serenade für Streichorchester C-Dur von Peter Tschaikowski. Obwohl auch dieses Musikstück vielen Musikfreunden bekannt ist, wurde das Zuhören durch den frischen und hochmotivierten Vortrag der jungen Künstler ein Erlebnis der besonderen Art. Das musikalische Zwiegespräch der unterschiedlichen Stimmen wurde perfekt ausgeformt, umso erstaunlicher für ein Ensemble, da die jungen Musiker aus ganz Deutschland nur in großen Abständen zu gemeinsamen Proben zusammen kommen.

Die Coswiger waren begeistert und zollten dem jungen Ensemble mit nicht enden wollenden Applaus und stehenden Ovationen im gesamten Saal höchste Anerkennung. Aber auch das Ensemble bedankte sich bei dem Coswiger Publikum mit drei Zugaben, die begeistert aufgenommen wurden. Für die Zugabe hatte Herr Hentrich seine Geige auf die Bühne geholt. Die erste Zugabe war der “Champagner-Galopp“ des dänischen Komponisten Hans Christian Lumbye, einem Zeitgenossen von Johann Strauß ( Sohn ). Ein Stück welches auch die Wiener Philharmoniker zur ihrem Neujahrskonzert gespielt haben, aber, wie Herr Hentrich bemerkte: „Wir waren zuerst, da wir schon ein Jahr lang proben! Als zweite Zugabe folgte das Stück “Der Sommer“ aus den „Vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi. Solistisch gestaltet im wechselseitigen Spiel zwischen Schüler und Lehrer (Dirigent). Dabei blieb Herr Hentrich zurückhaltend und ließ den Fokus auf seinen jungen, teilweise solistisch agierenden Musikern. Mit humorvollen Worten ließ Herr Hentrich das wunderbare Konzert ausklingen: „Wir haben keine Kraft mehr zum Bogen halten.

Wir können nur noch zupfen.“ Es folgte zum Abschluss die “Pizzicato Polka“, ein gemeinsames Werk von Johann und Josef Strauß. Es endete ein Neujahrskonzert mit schönsten Melodien, vorgetragen von einem hochmotivierten jungen Orchester in bester Harmonie mit einem Dirigenten, der nicht nur selbst ein hervorragender Geiger ist, sondern es auch mit pädagogischen Feingefühl versteht, junge Mensch zu Höchstleitung zu führen. Das begeisterte Spiel der jungen Musiker hat uns alle angesteckt. Man kann Ihnen nur zurufen: Macht weiter so und kommt bald wieder!

Christian Buck

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