Neubaugebiet Siedlerstraße

Meine Sichtweise zum neuen Baugebiet Siedlerstraße

Die WGC als Bauherr hat im Verfahren die Notwendigkeit einer Artenschutzprüfung missachtet und in Wildwestmanier vor Freigabe das Grundstück gerodet. Im SWA  am 15.08.18 habe ich deshalb angemahnt, in Zukunft solche Verfahrungsweisen zu unterbinden, da der Artenschutz keine Chance mehr hat, sollte dies schlechte Beispiel Schule machen.  Leider kann die WGC für dieses Vergehen nicht zur Verantwortung gezogen werden, da die UNB als einzig ermächtigte Instanz aufgrund mangelnder Beweise keine Handlungsgrundlage sieht. OB Frank Neupold sicherte zumindest für künftige Bauvorhaben eine akribische Kontrolle in dieser Sache zu.

Aufgrund dieser Nichtbeachtung der gesetzlichen Bestimmungen  betr. des Artenschutzes war ich im Zwiespalt, dies Vorhaben abzulehnen. Aber um den nichtbeachteten Artenschutz geht es in dem benannten Artikel der SZ nicht.

Ich habe mich letztendlich entschieden, dem Vorhaben zuzustimmen. Gründe: Das Baugebiet befindet sich im Siedlungsbereich, das Areal bietet sich für die Wohnbebauung an, daher ist es grundsätzlich zu befürworten.  Der Bedarf ist von der WGC ermittelt worden. Es gibt wesentlich problematischere  mögliche Standorte, die Wald- oder Biotopverlust bedeuten und/oder den Außenbereich berühren und damit die weitere Zersiedlung der Landschaft vorantreiben.

Anwohner haben die Bebauung abgelehnt, weil eine Verschattung befürchtet wird, sowie eine Luftbelastung durch Kaminbetrieb. Dies sind für mich keine Gründe, diese Bebauung abzulehnen. Hier schließe ich mich den detaillierten Ausführungen von Christian Buck ohne Einschränkungen an.

Höhere Gebäude bieten mehr Wohnraum pro Fläche, sind daher ökologischer. Die Verschattung dürfte sich in Grenzen halten, es entstehen keine 3 oder 4 geschossigen Gebäude. Es ist für die Anwohner zumutbar. Die Luftbelastung durch Kaminfeuerung könnte zu Konflikten führen, dies kann die WGC nach Aussage von Herrn Schunack eigens regeln.

Cornelia Obst

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